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22. Juli 2024 · 6 Min. Lesezeit

Sportschuhe und Sneakers in der Waschmaschine reinigen: Tipps und Tricks

Sneaker begleiten uns im Alltag, beim Sport und auf Reisen. Entsprechend schnell sammeln sich Staub, Straßenschmutz und Gerüche. Manche Modelle lassen sich in der Waschmaschine reinigen, andere können durch Wasser, Wärme oder die Bewegung in der Trommel beschädigt werden. Entscheidend sind deshalb das Pflegeetikett, die verwendeten Materialien und eine sorgfältige Vorbereitung. Mit den folgenden Schritten reinigen Sie geeignete Sportschuhe möglichst schonend und vermeiden unnötige Belastungen für Schuhe und Waschmaschine.

Vor dem Waschen: Material und Pflegehinweise prüfen

Bevor die Schuhe in die Trommel kommen, sollten Sie die Angaben des Herstellers lesen. Das Pflegeetikett befindet sich häufig an der Innenseite der Zunge oder im Fersenbereich. Gibt der Hersteller ausdrücklich Handwäsche vor oder schließt eine Maschinenwäsche aus, sollte dieser Hinweis beachtet werden.

Textile Obermaterialien und viele synthetische Gewebe vertragen eine vorsichtige Reinigung meist besser als empfindliche Naturmaterialien. Allerdings können auch bei Stoffschuhen geklebte Sohlen, Beschichtungen oder dekorative Elemente gegen eine Maschinenwäsche sprechen.

  • Textil und Mesh: Häufig für eine schonende Maschinenwäsche geeignet, sofern das Pflegeetikett dies zulässt.
  • Kunstleder: Besser vorsichtig von Hand reinigen, da Oberflächenbeschichtungen leiden können.
  • Glattleder: Nicht in der Waschmaschine waschen. Wasser kann das Material austrocknen oder verformen.
  • Wildleder und Nubuk: Ausschließlich mit geeigneten Bürsten und Pflegemitteln behandeln.
  • Membranschuhe: Herstellerhinweise beachten, damit die Funktion der Membran und vorhandene Beschichtungen nicht beeinträchtigt werden.
  • Schuhe mit Licht, Elektronik oder fest verbauten Akkus: Nicht in die Waschmaschine geben.

Sportschuhe gründlich vorbereiten

Eine gute Vorbereitung verbessert das Reinigungsergebnis und schützt gleichzeitig die Waschmaschine. Grober Schmutz sollte nicht erst in der Trommel gelöst werden. Entfernen Sie deshalb zunächst Sand, kleine Steinchen und angetrocknete Erde mit einer weichen Bürste. Stark verschmutzte Sohlen können mit einem feuchten Tuch vorbehandelt werden.

  1. Schnürsenkel vollständig herausnehmen.
  2. Lose Einlegesohlen entfernen.
  3. Groben Schmutz von Obermaterial und Laufsohle abbürsten.
  4. Kleine Steine aus dem Sohlenprofil lösen.
  5. Flecken mit wenig Wasser und einem milden Waschmittel vorsichtig vorbehandeln.
  6. Schuhe und Schnürsenkel in einen geschlossenen Wäschesack geben.

Einlegesohlen sollten in der Regel separat von Hand gereinigt werden. So lassen sich Material, Verklebung und Form besser schonen. Schnürsenkel können, abhängig vom Material, im Wäschesack mitgewaschen werden. Stark ausgefranste Schnürsenkel sollten vorher ersetzt werden, damit sich keine losen Fasern in der Maschine verfangen.

Das passende Waschprogramm auswählen

Für geeignete Sneaker empfiehlt sich ein kurzes, schonendes Programm mit niedriger Temperatur und geringer Schleuderzahl. Wenn die Waschmaschine ein Feinwäscheprogramm oder ein vergleichbar sanftes Programm bietet, ist dieses meist geeigneter als ein intensives Baumwollprogramm. Die konkrete Einstellung sollte zusätzlich zu den Angaben des Schuhherstellers passen.

  • Temperatur: Kaltwäsche oder höchstens 30 Grad, sofern das Pflegeetikett nichts anderes vorgibt.
  • Schleudern: Möglichst niedrige Drehzahl wählen oder auf das Schleudern verzichten.
  • Waschmittel: Eine kleine Menge mildes Flüssigwaschmittel verwenden.
  • Weichspüler: Darauf verzichten, besonders bei Funktionsmaterialien und Membranen.
  • Bleichmittel: Nicht verwenden, da Farben, Klebstoffe und Oberflächen angegriffen werden können.

Waschen Sie die Schuhe nicht lose in einer leeren Trommel. Ein Wäschesack verhindert zwar nicht jede Bewegung, reduziert aber den direkten Kontakt mit Trommel und Tür. Einige farbechte, ältere Handtücher können zusätzlich dämpfen. Verwenden Sie dafür nur Textilien, bei denen mögliche Verfärbungen oder Verschmutzungen unproblematisch sind. Die Maschine sollte dabei nicht überfüllt werden.

Typische Fehler bei der Sneakerwäsche vermeiden

Hohe Temperaturen sind einer der häufigsten Fehler. Wärme kann Verklebungen und formgebende Bestandteile belasten. Auch ein starkes Schleuderprogramm ist ungeeignet, weil die Schuhe wiederholt gegen die Trommel schlagen. Das kann nicht nur die Schuhe beanspruchen, sondern auch zu ungewöhnlich starken Vibrationen führen.

Vermeiden Sie außerdem zu viel Waschmittel. Rückstände können sich im Gewebe festsetzen und nach dem Trocknen sichtbare Ränder hinterlassen. Eine zweite Wäsche mit zusätzlichem Waschmittel löst das Problem nicht zuverlässig. Bei Bedarf ist ein zusätzlicher Spülgang sinnvoller, sofern der Schuhhersteller und das gewählte Programm dies zulassen.

Sehr stark verschmutzte Schuhe sollten nicht ohne Vorreinigung gewaschen werden. Sand und kleine Steinchen können sich in der Trommel, im Türgummi oder im Filterbereich sammeln. Kontrollieren Sie nach der Wäsche den Türbereich und entfernen Sie sichtbare Rückstände mit einem weichen Tuch.

Sneaker nach dem Waschen richtig trocknen

Nach dem Waschgang sollten die Schuhe möglichst schnell aus der Maschine genommen und an einem gut belüfteten Ort getrocknet werden. Stellen Sie sie nicht direkt auf eine Heizung und legen Sie sie nicht in den Wäschetrockner, sofern der Hersteller dies nicht ausdrücklich erlaubt. Starke Wärme kann die Form verändern und geklebte Verbindungen belasten.

  1. Schuhe aus dem Wäschesack nehmen und weit öffnen.
  2. Zunge nach vorne ziehen, damit Luft in den Innenraum gelangt.
  3. Mit weißem, saugfähigem Papier locker ausstopfen.
  4. Feuchtes Papier regelmäßig ersetzen.
  5. Schuhe bei Raumtemperatur vollständig trocknen lassen.
  6. Einlegesohlen und Schnürsenkel erst nach vollständiger Trocknung einsetzen.

Bedrucktes Zeitungspapier ist für helle Innenmaterialien weniger geeignet, da Druckfarbe übertragen werden kann. Verwenden Sie stattdessen unbedrucktes Papier oder ein sauberes, helles Tuch. Direkte, intensive Sonne sollte ebenfalls vermieden werden, besonders bei kräftigen Farben und empfindlichen Oberflächen.

Gerüche und einzelne Flecken ohne Komplettwäsche behandeln

Nicht jeder Geruch und nicht jeder Fleck erfordert einen vollständigen Waschgang. Häufig reicht es, Einlegesohlen herauszunehmen, die Schuhe gut auszulüften und das Obermaterial gezielt zu reinigen. Eine weiche Bürste, lauwarmes Wasser und wenig mildes Waschmittel sind für viele textile Flächen ausreichend.

Testen Sie Reinigungsmittel zunächst an einer unauffälligen Stelle. Farbige Stoffe, Aufdrucke und Beschichtungen können unterschiedlich reagieren. Durch eine punktuelle Reinigung vermeiden Sie außerdem unnötige Waschzyklen und schonen Material sowie Verklebungen.

Häufige Fragen zur Reinigung von Sportschuhen

Dürfen alle Sneaker in die Waschmaschine?

Nein. Ob ein Schuh maschinengeeignet ist, hängt von Material, Verarbeitung und Herstellerfreigabe ab. Leder, Wildleder, Schuhe mit empfindlichen Beschichtungen sowie Modelle mit elektronischen Bauteilen gehören nicht in die Waschmaschine.

Bei welcher Temperatur sollten Sportschuhe gewaschen werden?

Wenn eine Maschinenwäsche erlaubt ist, sind Kaltwäsche oder höchstens 30 Grad meist die schonendere Wahl. Maßgeblich bleibt die Pflegeanleitung des Herstellers.

Warum sollten Schnürsenkel und Einlegesohlen entfernt werden?

Ohne Schnürsenkel lässt sich der Schuh weiter öffnen und besser reinigen. Lose Einlegesohlen können separat und materialgerecht behandelt werden. Gleichzeitig sinkt das Risiko, dass sich Schnürsenkel in der Wäsche verknoten.

Was tun, wenn die Waschmaschine beim Schuhwaschen stark schlägt?

Brechen Sie das Programm ab, wenn ungewöhnlich laute Geräusche oder starke Bewegungen auftreten. Prüfen Sie anschließend Beladung, Wäschesack und Programmwahl. Bleiben Geräusche auch bei normaler Wäsche bestehen, sollte das Gerät fachlich kontrolliert werden.

Wenn nach der Wäsche Probleme mit der Maschine auftreten

Eine korrekt beladene Waschmaschine sollte während eines schonenden Programms nicht dauerhaft stark schlagen, schleifen oder ungewöhnlich laut werden. Treten solche Geräusche auch bei späteren Waschgängen auf, läuft Wasser nicht vollständig ab oder zeigt das Gerät einen Fehlercode, sollte die Ursache geprüft werden. Unser Kundendienst unterstützt Sie bei der Diagnose und Reparatur Ihrer Waschmaschine. Halten Sie bei der Anfrage Hersteller, Modellbezeichnung und eine kurze Beschreibung des Problems bereit.

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